Mann fotografiert Weinflasche bei Verkostung, Servicekraft präsentiert Südtiroler Wein.

Was erzählen die Etiketten der Weine?

Das Etikett einer Weinflasche ist ihre Visitenkarte

In Südtirol erzählt jede Weinflasche in wenigen Zeilen von ihrer Herkunft, dem Produzenten, den Eigenschaften und der Qualität. Die Kunst, all diese Informationen auf kleinem Raum unterzubringen, verbirgt sich hinter einem Hauch von Einfachheit.

Bei italienischen Weinen beginnt alles mit der Ursprungsbezeichnung. Ganz oben stehen die DOC-Weine (Denominazione di Origine Controllata), deren Trauben aus klar definierten und abgegrenzten Gebieten stammen und deren Produktion strenge Qualitätskriterien erfüllen muss. In Südtirol sind 86 Lagen für DOC-Weine anerkannt, die als ergänzende geografische Angabe auf dem Etikett durch das sogenannte Lagensymbol, erkennbar sind und eine noch genauere Herkunft definieren. Sie stehen für eine besonders präzise Verortung innerhalb des Anbaugebiets. Weine aus einzelnen Weinbergen können den Zusatz ‘Vigna’ tragen. Darauf folgen die IGT-Weine (Indicazione Geografica Tipica) aus einem größeren Anbaugebiet – ein typisches Südtiroler Beispiel ist der Mitterberg. Die Basis der Qualitätspyramide bilden die Tafelweine, für welche keine Angabe der Herkunft möglich ist.

Doch das Etikett ist weit mehr als nur Herkunft. Es verrät die Rebsorte, oft den Namen des Produzenten – der zu einer echten Vertrauensmarke wird – vielleicht nach einer unvergesslichen Verkostung, die einen zurückkehren lässt. Ergänzt werden Alkoholgehalt und Jahrgang.

Beim Wein ist kein Mindesthaltbarkeitsdatum vorgesehen, doch in den letzten Jahren hat eine spannende Neuerung Einzug gehalten: ein QR-Code, der beim Scannen mit dem Smartphone Zutaten, Nährwerte und sogar Umweltaspekte enthüllt.

Hinter der scheinbaren Einfachheit steckt ein wahres Kaleidoskop an vorgeschriebenen Informationen. 

Paar verkostet Wein im Innenhof, zwei Flaschen stehen auf einem Holzfass.
Mehrere Weinflaschen von oben zwischen Korken, Detail der Flaschenverschlüsse.
 
© Credits: IDM/Südtirol Wein/Alex Filz, IDM Südtirol-Alto Adige/Manuel Ferrigato, EOS/Alex Moling
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