Weinlese heuer so früh wie nie gestartet

18.08.2026


Erntestart 2026

Ein außergewöhnlich warmer Frühling und Sommer hat auch Auswirkungen auf die Südtiroler Weinberge. Die diesjährige Ernte hat mit der Lese der Trauben für die Sektgrundweine bereits begonnen – so früh wie nie zuvor.

Jener von 2026 gilt schon jetzt als einer der wärmsten Sommer, was sich auch auf die Reifung der Trauben in Südtirols Weinbergen auswirkt. So beginnt die Lese für den Jahrgang 2026 vielerorts bereits dieser Tage. Die Trauben aus frühen Lagen, die für die Produktion der Grundweine von Südtiroler Sekt nach dem traditionellen Verfahren bestimmt sind, wurden hingegen bereits eingekellert. „Das ist der früheste Erntebeginn in Südtirol überhaupt“, sagt dazu der Direktor des Konsortiums Südtirol Wein, Eduard Bernhart.

Dass in diesem Jahr früher geerntet wird als im langjährigen Schnitt, liegt nicht nur an den hohen Temperaturen im Juni und Juli, sondern auch an einem außergewöhnlich warmen Frühling. „Schon im März und April lagen die Temperaturen über den Mittelwerten, was den Vegetationszyklus der Trauben enorm beschleunigt hat“, so Bernhart. Diese Beschleunigung konnten selbst ungewöhnlich kalte Wochen im Mai nicht bremsen.

Prognosen über die Qualität des Jahrgangs abzugeben, wäre derzeit noch zu früh, allerdings sind die Voraussetzungen vielversprechend: „Die Trauben präsentieren sich gesund“, so der Direktor des Konsortiums. Er schreibt die Traubenqualität nicht nur Mutter Natur zu, sondern auch den Winzerinnen und Winzern. „Dafür zu sorgen, dass die Trauben nicht zu viel Sonne abkriegen, nicht unter der Hitze leiden und stets ausreichend Feuchtigkeit zur Verfügung haben, ist eine Frage von Know-how und harter Arbeit“, so Bernhart, der auch auf die Erhaltung des richtigen Säuregehalts verweist: „Dieser sorgt für die Frische und Eleganz, für die unsere Weine bekannt sind.“

Noch ist die Ernte allerdings nicht im Keller, weshalb der Blick auch auf die Wetterentwicklung in den nächsten Wochen gerichtet ist. „Wir hoffen auf kühlere Temperaturen, vor allem in den Nächten, weil diese der letzten Entwicklung der Trauben guttun, und zudem darauf, in den nächsten Wochen vor größeren Hagelschäden verschont zu bleiben“, erklärt Bernhart.

Nach der Lese der Sektgrundweine werden nach und nach die verschiedenen Sorten eingebracht, die Ernte in allen Anbaugebieten wird voraussichtlich Anfang September starten. „Der optimale Lesezeitpunkt variiert je nach Sorte und Lage, da ist nicht zuletzt das Gespür der Kellermeisterinnen und Kellermeister sowie der Winzerinnen und Winzer gefragt“, so der Direktor des Konsortiums, der auch darauf verweist, dass die Lese in Südtirol Handarbeit sei: „Das gibt uns einen weiteren Vorteil, weil jede Traube schon im Weinberg begutachtet und, wenn es sein muss, aussortiert wird.“


Zum Download:

  • Pressemitteilung

  • Fotos: Credits: ©Südtirol Wein/Florian Andergassen, ©Südtirol Wein/Alex Filz

Für Medien-Rückfragen:
©Südtirol Wein/Alex Filz
©Südtirol Wein/Florian Andergassen
©Südtirol Wein/Florian Andergassen
Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.

Newsletter Anmeldung

Immer auf dem Laufenden mit unserem Newsletter. Wir halten euch über alle Neuigkeiten aus der spannenden Welt der Südtiroler Weine auf dem Laufenden.

Schließen