Preis für Südtiroler Weinkultur

03.09.2026


Zwei Betriebe, zwei Persönlichkeiten

Der Preis für Südtiroler Weinkultur des Konsortiums Südtirol Wein geht 2026 an zwei Betriebe und zwei Persönlichkeiten. Die heimischen Preisträger sind der Kürbishof in Altrei und die Feltuner Hütte am Rittner Horn, während die Sonderpreise in diesem Jahr den italienischen Weinkritikern Dario Cappelloni und Gianni Fabrizio verliehen wurden.

Der Preis für Südtiroler Weinkultur wird seit mehr als zwanzig Jahren vergeben und umfasst zwei große Kategorien. So geht es mit dem Preis selbst darum, heimischen Betrieben eine Bühne zu bieten, in denen der Kultur und Geschichte des Weins in Südtirol ein gebührender Platz eingeräumt wird. Der Sonderpreis wird dagegen Persönlichkeiten zugesprochen, die sich im In- und Ausland in besonderer Weise um den Südtiroler Wein verdient gemacht haben.

Die Philosophie hinter dem Preis ist klar: „Gerade in so dynamischen Zeiten wie den heutigen geht es uns darum, eine bleibende Anerkennung für Menschen und Betriebe zu schaffen, die sich für unsere Weinkultur und unser Weinland einsetzen, weil ihnen beides am Herzen liegt“, so Andreas Kofler. Er ist der Präsident des Konsortiums Südtirol Wein, das den Preis für Südtiroler Weinkultur Jahr für Jahr vergibt. 


Kürbishof, Altrei 
Einer der beiden Preisträger ist in diesem Jahr der Kürbishof in Altrei. Er gilt als einer jener Betriebe, die beweisen, dass Südtiroler Weinkultur nicht nur in den klassischen Weinorten lebt. Mit seinem historischen Gebäude, den Stuben und dem gewölbten Weinkeller schaffe der traditionsreiche Familienbetrieb den Rahmen für eine authentische Auseinandersetzung mit dem Kulturgut Wein, heißt es in der Begründung. Und weiter: „Besonderes Augenmerk gilt dabei den Südtiroler Weinen, die mit Sorgfalt ausgewählt, kompetent empfohlen und in einem stimmigen kulinarischen Kontext präsentiert werden.“ So werde Weinkultur zu fairen Preisen für Gäste erlebbar und verständlich.


Feltuner Hütte, Rittner Horn 
Die faire Preiskalkulation, die in diesem Jahr besonders stark berücksichtigt worden ist, hebt das Konsortium auch beim zweiten Träger des Preises für Südtiroler Weinkultur 2026 hervor. Es ist die Feltuner Hütte am Rittner Horn, die zeigt, dass die Begeisterung für Südtiroler Wein auch auf über 2000 Metern Höhe gelebt wird. Eine sorgfältig zusammengestellte Weinauswahl mache Südtirols Weinvielfalt sichtbar, die einzelnen Weine würden den Gästen mit Kompetenz und Leidenschaft nähergebracht und zu einem festen Bestandteil des Hüttenerlebnisses. „So entsteht ein Ort, an dem die Südtiroler Weinkultur inmitten einer außergewöhnlichen Bergkulisse erlebbar gemacht wird“, schreibt das Konsortium in der Begründung seiner Entscheidung.


Die Sonderpreise
Die Sonderpreise für Südtiroler Weinkultur gehen im Jahr 2026 an Dario Cappelloni und Gianni Fabrizio und damit an zwei italienische Weinkritiker, die die Entwicklung der Südtiroler Weinlandschaft über Jahrzehnte begleitet haben. „Unseren Wein zu vermitteln, heißt, stets über das Glas hinauszuschauen und die Geschichten um unser Weinland, unsere Geschichte, unsere Kultur und nicht zuletzt die Menschen zu erzählen, die hinter alledem stecken“, so Kofler. „Unsere beiden Sonderpreisträger tun dies in einer einzigartigen und zudem hochkompetenten Art und Weise“, so der Präsident des Konsortiums, der auch den beratenden Austausch der beiden Preisträger mit den Winzern und Kellermeistern hervorhebt.

Gianni Fabrizio war jahrelang Ko-Kurator des Gambero-Rosso-Weinführers und hat auch in dieser Funktion die Entwicklung der Südtiroler Weinlandschaft begleitet – kompetent, leidenschaftlich und mit einem besonderen journalistischen Sinn. Dank seines Einsatzes seien die Besonderheiten des Südtiroler Weins einem stetig wachsenden Publikum nähergebracht worden, heißt es aus dem Konsortium Südtirol Wein. Ähnliches gilt für Dario Cappelloni, der Südtiroler Weine zuerst für „Gambero Rosso“ und danach für „DoctorWine“ verkostet hat. Ihm spricht das Konsortium dabei Sorgfalt, Sensibilität und eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe zu, die dazu geführt habe, dass sich der Weinjournalist der Vielfalt der Südtiroler Weinlandschaft mit authentischem Interesse genähert habe.


Preis als Dank 
„Der Preis für Südtiroler Weinkultur ist für uns Ausdruck des Dankes an all jene, die unseren Einsatz in Weinberg und Keller zu schätzen wissen und die sensibel sind für den Stellenwert, den die Weinkultur in unserem Land hat – in unseren Traditionen, unserer Gesellschaft, unserem Alltag“, erklärt Andreas Kofler. Feierlich verliehen wurden die Preise am 3. September auf Schloss Maretsch.

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