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13.05.2020

Qualität im Weinbau

Ein Kurzinterview mit Rudi Kofler von der Kellerei Terlan

  1. Wie leben Sie Qualität in Ihrem Arbeitsalltag?

    Qualität ist für mich eine Lebenseinstellung: Sämtliche Entscheidungen werden langfristig vom Qualitätsgedanken beeinflusst. Ob im Weinbau, bei Investitionen im Kellereibetrieb oder bei der Auswahl der Mitarbeiter: Die Qualität stellt immer einen wichtigen Faktor dar.

    Die Kellereigenossenschaft Terlan hat für ihre Mitglieder klare Qualitätsrichtlinien definiert, die Orientierung bei der täglichen Arbeit geben und konsequent umgesetzt werden. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist ein transparenter und respektvoller Umgang unter den Mitgliedern und Mitarbeitern.

    Auch wenn die Basis für eine hohe Qualität im Weinberg geschaffen wird, ist sie auf den Gesamterfolg eines Teams zurückzuführen. Dieses besteht in unserem Fall aus fleißigen und zielorientierten Weinbauern, motivierten und ehrgeizigen Mitarbeitern der Kellerei sowie begeisterten Konsumenten.

    Dazu kommen unvorhersehbare Faktoren, die Unterschiede in der Qualität der Jahrgänge verursachen wie der Einfluss der Umwelt oder die Witterung. Aber genau das macht unsere Arbeit so spannend und den Wein zu einem lebendigen und unverwechselbaren Genussmittel.

    Wir arbeiten stetig daran, die Qualität unserer Weine zu optimieren. Dafür stehen wir im regen Austausch mit den Winzern und versuchen uns mit Hilfe von Fortbildungen kontinuierlich zu verbessern.

  2. Was hat sich in den letzten Jahren in diesem Bereich speziell in Ihrem Betrieb getan?

    Südtirol arbeitet bereits seit Jahrzehnten daran, die Qualität der Weine zu verbessern. Das trägt Früchte: Wir haben einen guten Qualitätsstandard sowie ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis in Südtirol erreicht. Dennoch gilt: An der Qualität kann immer gefeilt werden. Manchmal sind es nur kleine Stellschrauben an denen gedreht werden muss, um die Qualität nochmal zu optimieren.

    In der Kellereigenossenschaft Terlan haben wir in den letzten Jahren versucht, die Besonderheiten von bestimmten Zonen zu nutzen, diese im Wein einfließen zu lassen und dadurch die Qualität zu verbessern und das Image unserer Weine zu optimieren. Ein Beispiel für einen solchen Wein ist der „Terlaner Primo Grande Cuveè“.

    Qualität steht meiner Meinung nach auch im direkten Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit. Mensch, Umwelt und Boden müssen im Einklang stehen, damit die Qualität verbessert werden kann.

  3. Welche Rolle spielt der Faktor Qualität Ihrer Meinung nach in Zukunft?

    Um sich auf dem globalen Weinmarkt behaupten zu können, muss sich der Südtiroler Wein in der Qualität differenzieren. Dafür benötigt er ein klares Profil, das zwar bereits jetzt erkennbar ist, aber sich in nächster Zukunft noch schärfen sollte.

    Mit Blick auf die arbeitsintensiven, kleinststrukturierten Weinbaubetriebe in Südtirol, muss sich Qualität in Zukunft auch in Verbindung mit Handarbeit, Emotion und Lebensgefühl widerspiegeln.
 
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