Im Netz des Fortschritts
17.11.2021

Im Netz des Fortschritts

Forschungseinrichtungen und Studien

Wie sieht der Weinbau in 80 Jahren aus? Welche Auswirkungen hat der Klimawandel? Wie helfen Automatisierung und Roboter in Zukunft? Welche Rolle wird die Nachhaltigkeit spielen? Spannende Fragen auf die das enge Netzwerk aus Forschern und Entwicklern, die von Südtirol aus agieren, Antworten sucht. Das Konsortium Südtirol Wein hat in diesem Bereich starke Partner. Mit der Laimburg, der Universität Bozen, der Eurac und dem Beratungsring ist man international bestens vernetzt.

So forscht die Eurac an den Auswirkungen des Klimawandels auf den Weinbau. Konkret untersucht das Forscherteam unter kontrollierten Bedingungen wie ausgesuchte Rebsorten in Südtirol mit den klimatischen Veränderungen zurechtkommen. Dafür werden die Reben im Extremklimasimulator terraXcube sehr hohen Temperaturen bis zu 40°C – auch über längere Zeiträume – ausgesetzt und ihr Wasserhaushalt unter Beobachtung gehalten, um so herauszufinden, wie sich sehr hohe Temperaturen oder auch klimatische Extremsituationen auf den Weinbau auswirken.

In der Laimburg wurde hingegen ein digitales Freilandlabor für den Obst- und Weinbau errichtet, dass es Forschungseinrichtungen und Firmen ermöglicht, zukunftsweisende Technologien in den Bereichen Digitalisierung, Robotik, Automatisierung und künstlicher Intelligenz zu testen. Damit sollen nachhaltigere Produktionsmethoden, eine schonendere Nutzung der Ressourcen sowie die Anpassung an den Klimawandel sichergestellt werden.

Ein weiteres Projekt mit dem sich die Laimburg – genauer gesagt ihr Fachbereich Weinbau beschäftigt – ist die Sammlung alter lokaler Rebsorten. Damit alte Sorten ins Rebsortenregister eingetragen werden können, arbeitet das Versuchszentrum Laimburg eine umfangreiche Charakterisierung aus. Eine spannende Erkenntnis daraus: Viele der alten Lokalsorten haben aufgrund ihres niedrigeren Mostgewichtes und dem natürlich hohen Säurewert das analytische Potenzial zur Herstellung von Schaumwein.

Und auch im NOI Techpark wird stetig im Bereich Wein geforscht. So wurde Oenolab – ein Labor für die wissenschaftliche Erforschung der Önologie und der Technologien zur Produktion anderer alkoholischer Getränke – auf die Beine gestellt. Zusätzlich zu den drei Forschungsfeldern Super-Tannine, die die Qualität und die Authentizität eines Weines kennzeichnen, Verschlusssysteme und innovative Konservierungssysteme für Weinflaschen durch Magnetschwebetechnik wächst das Aufgabengebiet von Oenolab stetig.

Um weiterhin fruchtbringende Ergebnisse in den Bereichen Forschung und Entwicklung zu erzielen, braucht es natürlich auch fundierte Ausbildungen. So wird in eigenen Studiengängen in Bozen, San Michele, Geisenheim oder Wiesbaden auf der einen Seite wertvolles Weinwissen aufgebaut und auf der anderen Seite an Technologien geforscht sowie neue Projekte initiiert. Dies immer im engen Austausch mit international agierenden Forschungseinrichtungen.

So bündelt das Konsortium Südtirol Wein im Hintergrund dieses wertvolle Wissen, fördert in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk aus Schulen, Forschungseinrichtungen und Universitäten die Weiterentwicklung des Sektors und sorgt dafür, dass der Südtiroler Weinbau auch in Zukunft gewinnbringend funktionieren kann. All das, um die herausragende Qualität der Südtiroler Weine auch in Zukunft sicherzustellen.
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