Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
13.05.2020

Familiarität im Weinbau

Ein Kurzinterview mit Florian Gojer vom Glögglhof in Bozen

  1. Wie leben Sie Familiarität in Ihrem Arbeitsalltag?

    Unser Betrieb Franz Gojer – Glögglhof ist ein Familienbetrieb, der seit Jahrzehnten Wein anbaut und produziert. Meine Eltern und ich sind Weinbauern aus Leidenschaft, wir lieben die Arbeit in der Natur und das zufriedenstellende Gefühl nach einem Jahr harter Arbeit die vollendete Flasche Wein in der Hand zu halten! Natürlich ist es nicht immer einfach, ständig mit der Familie zusammenzuarbeiten, aber jeder hat seine Aufgabe im Betrieb und kann seine Stärken einbringen. Eine Meinungsverschiedenheit gehört da schon mal dazu. Allerdings treibt uns genau das immer wieder dazu an, das Beste aus dem Betrieb herauszuholen – besonders in Bezug auf die Qualität unserer Weine.

  2. Was hat sich in den letzten Jahren in diesem Bereich speziell in Ihrem Betrieb getan?

    Mein Vater Franz hat als einer der ersten im St. Magdalener Gebiet begonnen, Wein in Flaschen abzufüllen. Vor 32 Jahren wurde unser „St. Magdalener Vigna Rondell“ erstmals als Selektion abgefüllt. Die Idee dazu hatte mein Vater, mein Großvater Toni gab ihm dabei Rückendeckung. Jetzt ist es bei meinem Vater und mir dasselbe: Ich darf die meiste Kellerarbeit machen, hole mir aber immer wieder gerne Rat von meinem Vater.

    Bei uns steht nun erneut ein Generationenwechsel an, ich werde schon bald den Hof von meinem Vater übernehmen. Dabei bin ich froh, meine Eltern an meiner Seite zu wissen, die auch weiterhin im Betrieb mitarbeiten werden.

  3. Welche Rolle spielt der Faktor Familiarität Ihrer Meinung nach in Zukunft?

    In Südtirol arbeiten zahlreiche Handwerker und Gastronomen als Familienbetriebe und sind dabei vielfach seit Generationen erfolgreich. In schwierigeren Zeiten wie jetzt, ist es als Familienbetrieb vielleicht einfacher, da der Zusammenhalt noch stärker ist.

    Außerdem spielt der Faktor lokal einkaufen zu können eine immer wichtigere Rolle. Ich hoffe, dass dieser Trend auch nach der Krise wichtig bleibt und die Kunden weiterhin lokal einkaufen. Als kleiner Betrieb kennen wir viele unserer Kunden persönlich und sind auch in dieser Phase mit einigen im Austausch. Das besondere Verhältnis und die Vertrautheit zu den Kunden können in Zukunft ein Wettbewerbsvorteil sein, davon bin ich überzeugt.
 
Noch eine Kostprobe?
Mehr aus Südtirols Weinwelt
Zurück zur Liste