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31.10.2017

Die Südtiroler Weinernte 2017

Geringere Menge, gute Qualitäten

Trockenperiode und Frost im April sowie Tropennächte, Hitzeperioden und immer wieder viel Regen: Das Jahr war nicht leicht für Südtirols Weinbauern; Ernteausfälle von bis zu einem Drittel der normalen Durchschnittsmengen brachten die Wetterkapriolen mit sich. Dennoch erwartet man sich „einen guten Jahrgang mit trinkigen und für Südtirol typischen und einladenden Weinen“, so Max Niedermayr, Präsident des Konsortiums Südtiroler Wein. Für Hans Terzer, Kellermeister der Kellerei St. Michael-Eppan, werden sich Sauvignon und Weißburgunder aus dem Überetsch mit typischen und guten Qualitäten präsentieren. Die Vernatschweine werden allerdings nicht an den außergewöhnlichen Jahrgang 2016 heranreichen. Dafür ist Hans Terzer vom Blauburgunder 2017 „mit schönen Farben, konzentriert und mit Frucht und Fülle“ überrascht.

Über sehr gute Qualitäten freuen sich 2017 die Weinbauern im Vinschgau. Das Tal ist von Winter- und Spätfrösten sowie von Hagelschlägen verschont geblieben. Franz Pratzner vom gleichnamigen Weingut in Naturns berichtet: „Einzig beim Riesling gab es einige Probleme mit früher Fäulnis. Die Trauben haben wir schon einen Monat früher gelesen als in einem normalen Jahr.“ Reife Trauben mit idealen Zucker-Säure-Werten standen an der Tagesordnung. „Die Weißburgunder überzeugen mit schönen Fruchtaromen, die Blauburgunder mit Frische und Struktur.“ Auch mengenmäßig ist der Vinschgau mit nur bis zu maximal zehn Prozent Ernteeinbußen 2017 gut davongekommen.

Die viele Arbeit zahlt sich am Ende aus
In gesamten Land haben die Weinbauern rund zehn bis vierzehn Tage früher als sonst, um den 25. August, mit der Ernte begonnen. Das Herbstwetter mit Temperaturen von tagsüber bis zu 30 Grad und nachts unter 20 Grad wirkte sich positiv auf die Ernte aus. Die Qualität der geernteten Trauben passt: Erste Analysen bei den weißen Sorten haben gezeigt, dass das Zucker-Säure-Verhältnis ausgewogen ist – eine wichtige Grundvoraussetzung für frische Weißweine mit gutem Entwicklungspotenzial. Bei den roten Sorten präsentieren sich vor allem Blauburgunder sowie die spätreifenden Sorten mit interessanten Werten. Das ist nicht zuletzt dem unermüdlichen Einsatz der Bauern in den Weinbergen zu verdanken, die in mühevoller Arbeit die vom Hagel beschädigten Trauben auszupfen und entfernen mussten.
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