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03.09.2020

Auftakt für die Weinlese in Südtirol

Neuer Jahrgang mit Potenzial, Mengenreduktion und erste Prognosen

Mit 26. August ist die Weinlese in Südtirol offiziell mit den Sorten in niederen Lagen im Überetsch und Unterland gestartet. Wie jedes Jahr machen die Weißweinsorten Pinot Grigio, Weißburgunder und Chardonnay gefolgt von Sauvignon Blanc und Gewürztraminer den Anfang. Die Hauptlese beginnt in Südtirol in den ersten Septembertagen. Dann folgen auch die roten Weinsorten, wobei dort Blauburgunder und Vernatsch den Auftakt machen. Anschließend werden Merlot, Lagrein und Cabernet geerntet.

Die ruhigen Wetterverhältnisse bis vor einigen Tagen und die verhältnismäßig frühe Blüte bei ergiebigem Regenfall vor allem in höheren Lagen haben die Grundlage für einen vielversprechenden Jahrgang 2020 gelegt. Das Ergebnis: Überdurchschnittlicher Behang und große sowie lockerbeerige Trauben. Auch wenn sich das Wetter bis dato positiv auf die Qualität der Trauben ausgewirkt hat, ist noch nicht alles in trockenen Tüchern: Entscheidend sind nämlich vor allem die letzten Wochen und Tage vor der Lese. Eine gute Durchlüftung und ein schnelles Abtrocknen der Trauben sind wichtig. Südtirols Winzer hoffen jetzt auf sonnige, warme Tage und kühle Nächte, damit sich die Aromen gut entwickeln können.

Aufgrund der aktuellen COVID-19 Krise wurde in diesem Jahr vom Konsortium Südtirol Wein mit großer Mehrheit eine Mengenreduktion beschlossen. Je nach Sorte variiert diese zwischen 8% und 28%. Das gelang den Winzern durch Ausdünnen und Trauben-Teilen, also dem händischen Entfernen von einem Teil des Traubenbehangs.

Laut ersten Prognosen darf man sich auf einen vielversprechenden neuen Jahrgang freuen. Hans Terzer – Kellermeister der Kellerei Eppan – freut sich auf frische und charakterstarke Sauvignon- und Weißburgunder-Weine. Vor allem in den lockerbeerigen Trauben von höheren Lagen sieht er großes Potenzial. Im Überetsch rechnet er mit qualitativ hochwertigen Blauburgundern. Stephan Filippi – Kellermeister der Kellerei Bozen – schließt sich Terzer an: Heuer bestünden ideale Voraussetzungen für eine hervorragende Ernte. Besonders spannend findet er das Potenzial für die autochthonen Sorten Lagrein und Vernatsch. Für den Lagrein im Bozner Raum gebe es optimale Verhältnisse, für den Vernatsch sogar perfekte. Bei den Weißweinen in höheren Lagen hätte es kurz vor der Ernte selten so gute Rahmenbedingungen wie dieses Jahr gegeben. Die Trauben seien klar und so geschmackvoll wie selten.

Nun hoffen wir auf ideales Herbstwetter und freuen uns auf die hochwertigen Weine des 2020er Jahrganges!

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