Wo Südtirols erste Klasse gedeiht

Eine Reise ins Land der DOC-Anbaugebiete

Ein italienweiter Spitzenwert: Über 98 % der Südtiroler Weinfläche steht unter DOC-Schutz. Doch was genau bedeutet „DOC“ und was steckt hinter den kontrollierten Ursprungsbezeichnungen „Südtiroler“ und „Kalterersee“?

Die Ursprungsbezeichnung DOC garantiert, dass die Winzer strenge Vorschriften einhalten, die von den Höchstertragsmengen im Weinberg über die zulässigen Rebsorten bis hin zur Qualität in der Flasche reichen. Nicht ohne Grund stellt das 1963 eingeführte Qualitätsprädikat die DOC-Weine an die Spitze der Qualitätspyramide.

Im Südtiroler Weinbau werden die kontrollierten Ursprungsbezeichnungen „Südtiroler“ und „Kalterersee“ für die Kennzeichnung der DOC-Weine verwendet.
Südtiroler Anbaugebiete

Südtiroler

Die Bezeichnung „Südtiroler“ dürfen alle gängigen Südtiroler Rebsorten tragen, die den DOC-Bestimmungen entsprechen. Die betreffende Rebsorte ist als Zusatz anzugeben (z.B. „Südtiroler Lagrein“). Ohne weiteren Zusatz darf die Bezeichnung nur für Sekt oder „Südtiroler Weiß“ verwendet werden.
Kalterersee Südtirol

Kalterersee

Wird „Kalterersee“ in einem der definierten Südtiroler Weinbaugemeinden hergestellt, kann sowohl der Zusatz „classico – klassisch“ als auch die Bezeichnung „Südtirol“ verwendet werden. Qualitativ hochwertige Weine dürfen auch als „Auslese“ auf den Markt kommen.
Südtirol Eisacktaler

Südtirol Eisacktaler

Im Eisacktal werden fast ausschließlich Weißweine erzeugt. Einzige Ausnahme bildet der „Klausner Laitacher“. Der Bezeichnung „Südtirol Eisacktaler“ muss eine Sortenangabe folgen. Zugelassen sind Sylvaner, Veltliner, Pinot Grigio, Müller Thurgau, Kerner, Gewürztraminer und Riesling bei den Weißweinen.
Südtirol St. Magdalener

Südtirol St. Magdalener

Der „St. Magdalener“ gedeiht auf den Hängen nördlich von Bozen und ist ein klassischer Vernatsch-Wein, der früher bis zu 15% Lagrein oder Blauburgunder enthalten durfte. Mittlerweile dürfen, falls sie im selben Weinberg wachsen, wie bei allen anderen Weinsorten bis zu 15% anderer Sorten derselben Farbe dabei sein. Stammt der „St. Magdalener“ aus den Lagen St. Magdalena, St. Justina, Rentsch, Leitach oder St. Peter, kann er die Zusatzbezeichnung „classico – klassisch“ tragen.
Südtirol Terlaner

Südtirol Terlaner

Diese Bezeichnung darf nur für Weißweine aus dem Terlaner Gebiet verwendet werden. Ohne Angabe der Rebsorte kennzeichnet der Name „Südtirol Terlaner“ eine Weißwein-Cuvée mit einem Anteil von mindestens 50% Weißburgunder und/oder Chardonnay.
Südtirol Meraner Anbaugebiet

Südtirol Meraner

Der „Südtirol Meraner“ wächst im Weinanbaugebiet rund um Meran und wird ausschließlich aus der Rebsorte Vernatsch gekeltert. Im Weinberg dürfen neben den Trauben des Vernatsch mittlerweile auch andere rote Rebsorten angebaut und für den Wein verwendet werden. Die Vernatsch-Trauben dieser Gegend sind auch als Meraner Kurtrauben bekannt und als Heilmittel anerkannt.
Südtirol Vinschgau

Südtirol Vinschgau

Im jüngsten DOC-Gebiet Südtirols sind Weißburgunder, Chardonnay, Pinot Grigio, Müller Thurgau, Riesling, Kerner, Gewürztraminer, Vernatsch und Blauburgunder zugelassen. Der Bezeichnung „Südtirol Vinschgau“ muss immer die Rebsortenangabe folgen.
Südtirol Bozner Leiten

Südtirol Bozner Leiten

Der „Bozner Leiten“ ist ein Vernatsch, dessen Anbaugebiet wie ein Gürtel um das Gebiet des „Magdaleners“ liegt.
WEINdrücke:Erlebt, genossen, geteilt
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