Südtiroler Wein hatte bereits im Mittelalter einen exzellenten Ruf und war ein Wirtschaftsfaktor des Landes. Entscheidend aber für die Entwicklung des Weinbaus in Südtirol war die Modernisierung im 20. Jahrhundert. Alte Geräte wurden weggelegt, die Saltner – die Hüter der Weinberge - wurden nicht mehr gebraucht.

Im Jahre 2002 wurden bei Brixen 2.500 Jahre alte mit Eisenreifen beschlagene Holzfässer, wie sie schon die rätischen Winzer in Südtirol einst verwendet hatten, entdeckt. Vom Weinbau in Südtirol während der Römerzeit zeugt auch die „Römische Villa“ in St. Pauls-Eppan. In der Trostburg oberhalb von Waidbruck im Eisacktal steht die größte Weinpresse Südtirols.

Erlebenswert

Das Südtiroler Weinmuseum in Kaltern illustriert Weinbaugeschichte mit einer einzigartigen Sammlung von Exponaten aus Archäologie, Kunstgeschichte, Volksreligiosität, Handwerk und Kellereiwirtschaft. Im Weinberg wachsen alte, seltene Rebsorten. Im Herbst dürfen sogar die Trauben von der Pergel gezupft werden. www.weinmuseum.it

Die Dorfmuseen von Tramin und Kurtatsch laden zur Entdeckung der bäuerlichen Traditionen und der Weinkultur in Südtirols Süden ein. Das Museum in Tramin besitzt eine internationale Sammlung von Gewürztraminer-Flaschen seit 1886. Einmalig sind auch die Faschingsfiguren des Traminer Egetmann-Umzuges. www.museumzeitreisemensch.it, www.dorfmuseum-tramin.com

Die Weinberge von Trauttmansdorff in Meran bewahren 15 heimische Rebsorten vor dem Vergessen: Blatterle, Jungferler, Fraueler, Gschlafener... Im Herbst werden Weingut-Führungen angeboten, auch zur „Versoaln“ von Schloss Katzenzungen in Prissian, der größten und wohl ältesten Rebe der Welt. Der Versoaln-Wein wird exklusiv verkostet.
www.trauttmansdorff.it

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