Acht kontrollierte Ursprungsbezeichnungen können heute zur Kennzeichnung der DOC-Weine aus Südtirol gebraucht werden:
Südtiroler
Die Bezeichnung „Südtiroler“ dürfen alle gängigen Südtiroler Rebsorten tragen, die den DOC-Bestimmungen entsprechen. Die betreffende Rebsorte ist als Zusatz anzugeben (z.B. „Südtiroler Lagrein“). Ohne weiteren Zusatz darf diese Bezeichnung nur für Sekt oder „Südtiroler Weiß“ verwendet werden.
Anbaufläche: 3.843 ha (74,2% der Gesamtfläche)
Kalterersee
Die einzige DOC-Bezeichnung ohne den vorangestellten Zusatz „Südtirol“. Der Grund: „Kalterersee“-Weine werden nicht nur in Südtirol, sondern auch im benachbarten Trentino produziert. Wird „Kalterersee“ allerdings in den dafür definierten Südtiroler Weinbaugemeinden produziert, dürfen sowohl der Zusatz „classico – klassisch“ als auch die Bezeichnung „Südtirol“ verwendet werden. Qualitativ hochwertige Weine können als „Auslese“ bezeichnet werden.
Anbaufläche: 459 Hektar (8,9% der Gesamtfläche)
Südtirol Eisacktaler
Im Eisacktal werden fast ausschließlich Weißweine erzeugt. Einzige Ausnahme bildet der „Klausner Laitacher“. Der Bezeichnung „Südtirol Eisacktaler“ muss eine Sorten- oder Lagenangabe folgen. Zugelassen sind Silvaner, Veltliner, Pinot Grigio, Müller-Thurgau, Kerner, Gewürztraminer und Riesling bei den weißen Sorten, Vernatsch, Portugieser, Lagrein und Blauburgunder bei den roten Sorten.
Anbaufläche: 299 ha (5,8% der Gesamtfläche)
Südtirol St. Magdalener
Der „St. Magdalener“ gedeiht auf den Hängen nördlich von Bozen und ist ein klassischer Vernatsch-Wein, der bis zu 15% Lagrein oder Blauburgunder enthalten darf. Stammt der „St. Magdalener“ aus den Lagen St. Magdalena, St. Justina, Rentsch, Leitach oder St. Peter, kann er die Zusatzbezeichnung „classico – klassisch“ tragen.
Anbaufläche: 231 ha (4,5% der Gesamtfläche)
Südtirol Terlaner
Diese Bezeichnung darf nur für Weißweine aus dem Terlaner Gebiet verwendet werden. Ohne Angabe der Rebsorte kennzeichnet der Name „Südtirol Terlaner“ eine Weißwein-Cuvée mit einem Anteil von mindestens 50% Weißburgunder und/oder Chardonnay.
Anbaufläche: 164 ha (3,2% der Gesamtfläche)
Südtirol Meraner
Dieser Wein wächst im Anbaugebiet rund um Meran und wird ausschließlich aus der Sorte „Vernatsch“ gekeltert.
Anbaufläche: 130 ha (2,5% der Gesamtfläche)
Südtirol Vinschgau
Das jüngste DOC-Gebiet Südtirols. Der Bezeichnung „Südtirol Vinschgau“ muss immer eine Rebsortenangabe zugefügt werden. Zugelassen sind Weißburgunder, Chardonnay, Pinot Grigio, Müller-Thurgau, Riesling, Kerner, Gewürztraminer, Vernatsch und Blauburgunder.
Anbaufläche: 33 ha (0,6% der Gesamtfläche)
Südtirol Bozner Leiten
Die Anbauzone des „Bozner Leiten“, eines Vernatsch-Weines, liegt wie ein Gürtel um das Gebiet des „Magdaleners“.
Anbaufläche: 8 ha (0,2% der Gesamtfläche)