Acht kontrollierte Ursprungsbezeichnungen gibt es derzeit im Südtiroler Weinbau. Sie regeln die Kennzeichnung der Südtiroler DOC-Weine nach ihrer Herkunft und garantieren Konsumenten, Händlern und Sommeliers den Ursprung des Weines.

Südtiroler
Die Bezeichnung „Südtiroler“ dürfen alle gängigen Südtiroler Rebsorten tragen, die den DOC-Bestimmungen entsprechen. Die betreffende Rebsorte ist als Zusatz anzugeben (z.B. „Südtiroler Lagrein“). Ohne weiteren Zusatz darf diese Bezeichnung nur für Sekt oder „Südtiroler Weiß“ verwendet werden.
Anbaufläche: 4.088 ha

Kalterersee
„Kalterersee“-Weine werden nicht nur in Südtirol, sondern auch im benachbarten Trentino produziert. Deshalb dürfen sie als einzige Weine in der DOC-Regelung auch ohne den vorangestellten Zusatz „Südtirol“ vermarktet werden. Wird „Kalterersee“ in einem der definierten Südtiroler Weinanbaugebiete hergestellt, kann sowohl der Zusatz „classico – klassisch“ als auch die Bezeichnung „Südtirol“ verwendet werden. Qualitativ hochwertige Weine dürfen auch als „Auslese“ auf den Markt kommen. 
Anbaufläche: 327 Hektar

Südtirol Eisacktaler
Im Eisacktal werden fast ausschließlich Weißweine erzeugt. Einzige Ausnahme bildet der „Klausner Laitacher“. Der Bezeichnung „Südtirol Eisacktaler“ muss eine Sorten- oder Lagenangabe folgen. Zugelassen sind Sylvaner, Veltliner, Pinot Grigio, Müller Thurgau, Kerner, Gewürztraminer und Riesling bei den Weißweinen, Vernatsch, Portugieser, Lagrein und Blauburgunder bei den Rotweinen.
Anbaufläche: 329 ha

Südtirol St. Magdalener
Der „St. Magdalener“ gedeiht auf den Hängen nördlich von Bozen und ist ein klassischer Vernatsch-Wein, der bis zu 15% Lagrein oder Blauburgunder enthalten darf. Stammt der „St. Magdalener“ aus den Lagen St. Magdalena, St. Justina, Rentsch, Leitach oder St. Peter, kann er die Zusatzbezeichnung „classico – klassisch“ tragen.
Anbaufläche: 195 ha

Südtirol Terlaner
Diese Bezeichnung darf nur für Weißweine aus dem Terlaner Gebiet verwendet werden. Ohne Angabe der Rebsorte kennzeichnet der Name „Südtirol Terlaner“ eine Weißwein-Cuvée mit einem Anteil von mindestens 50% Weißburgunder und/oder Chardonnay.
Anbaufläche: 178 ha

Südtirol Meraner
Dieser Wein wächst im Weinanbaugebiet rund um Meran und wird ausschließlich aus der Rebsorte „Vernatsch“ gekeltert.
Anbaufläche: 101 ha

Südtirol Vinschgau
Im jüngsten DOC-Gebiet Südtirols sind Weißburgunder, Chardonnay, Pinot Grigio, Müller Thurgau, Riesling, Kerner, Gewürztraminer, Vernatsch und Blauburgunder zugelassen. Die Rebsortenangabe muss immer der Bezeichnung „Südtirol Vinschgau“ folgen.  
Anbaufläche: 42 ha

Südtirol Bozner Leiten
Das Weinanbaugebiet des Vernatsch „Bozner Leiten“ liegt wie ein Gürtel um das Gebiet des „Magdaleners“.
Anbaufläche: 2 ha